Southside Story
Passend zum neuen Monat und nach der Sommerpause gibt's den Bericht zum Festival-Highlight des Jahres, dem Southside in Neuhausen. Auch ich war dabei, ob ihr's glaubt oder nicht. Ich konnte mich einfach nicht dem Charme von Headlinern wie Pearl Jam, Placebo oder Marylin Manson entziehen. Aber auch erwartete 45.000 Leute liesen den Erwartungsdruck und die Vorfreude zugleich in die Höhe schießen - also Gründe gab's genug, ab aufs Southside.
Die Geschichte begann eigentlich schon am Mittwoch, als ich das Zelt vom Tobi abholen wollte, dass er mir schon die ganze Woche sicher zugesagt hatte. Doch dann, als ich es abholen wollte, hatte er es nun doch nicht mehr. Schön blöd, rumtelefoniert und gesimst, bis sich überraschenderweise erneut Tobi meldete - mit der frohen Botschaft und Nachbars Zelt im Gepäck. Also los geht's, ab nach Scheer. Fix angekommen und geklingelt machte er auch schon die Türe auf. Zelt war da, passt ja wunderbar. Dachte ich, bis wir überprüften, ob alles dabei ist. Unüberraschenderweise bestand das Zelt dann nur aus dem Hauptzelt, Plane, Heringe und Stäbe fehlten. Also ab zur Nachbarsdame, die gerade über die Urwaldwiese mit dem Citybike abhauen wollte. Wir erwischten sie aber grad noch so und sie gab und den Rest vom Zelt - und ich konnte glücklich zurück nach Friedberg cruisen.
Nach dieser mäßig interessanten Einleitungsstory geht's weiter mit der Anreise. Zuerst war geplant, dass ich mit nem Kumpel hinfahre. Jedoch brauchte ich mit dem Einkaufen und Packen länger als gedacht und so reichte es mir nicht für die Abfahrt um 16 Uhr MEZ - und kontaktierte Mähne und Co, welche erst um 18 Uhr losfuhren. Als alles gepackt war, machte ich mich mit vollgepackten Motorrad auf Richtung Denkingen, wo ich als Erster in Mähnes Privatvilla antraf und wir uns noch die Zeit mit Essen und chilligen Auf-dem-Balkon-sitzen vertrieben. Etwas später trafen dann auch Jessi und Dave ein, etwas später auch Flo. Nur Anne fehlte noch, aber pünktlich um 18 Uhr kam dann der Anruf, dass sie später kommt, weil sie sich verfahren hätten. Oder irgendwie so. Auf jeden Fall kam dann Anne ne halbe Stunde später - aber nicht alleine, Joanna war dabei. Joanna kennt ihr wohl nicht, ist ne Freundin aus Anne. Bei der Begrüßung fragte ich praktisch zeitgleich mit m Mähne, ob sie Geschwister seien - worauf hin beide lachten. DIe Antwort ist natürlich nein, aber die Ähnlichkeit ist durchaus vorhanden.
Ein wenig Smalltalk und wir machten uns auf Richtung Neuhausen. Wer vorraus fuhr, hab ich vergessen, aber ich war ganz hinten. Und wie es fast schon erwartet hatte, kamen bei der ersten Ampel alle bei grün (bzw. gelb) alle drüber - außer ich. Und so stand ich erst mal da, ohne Plan wo ich denn hinmusste. Rechts rangefahren und Dave angerufen - der mir glücklichweise ein wenig weiterhalf und ich dann wieder auf dem richtigen Gleis Richtung Südseite war. Nach ungefähr 45km trafen dann auch ich leicht verspätet in Neuhausen ein. Doch der Streß war umsonst, denn vor mir lag ein riesiger Stau. Zuerst hab ich gewartet, doch wirklich voran ging's nicht. Hinter mir stiegen die Leute schon aus und liefen auf dem Gehweg herum. Ich überlegte und kam dann auf die glorreiche Idee, einfach auf dem Gehweg weiterzuschieben, was ich dann auch einige hundert Meter machte und gut vorran kam. Ja bis dann zwei Motorradfahrer einfach auf der linkten Spur die ganzen Autos überholten. Was die können, kann ich auch und fuhr hinterher. So kam ich dann fast durch ganz Neuhausen problemlos durch, bis ich plötzlich den grünen Opel vom Dave mit seinem Kennzeichen sah und zu nem schnellen Wortwechsel anhielt. Ich will euch nicht langweilen, ich fuhr dann vor bis zum Parkkplatz, stellte mein Motorrad ab und wartete auf meine Southsidekollegen, die dann auch nach einiger Zeit kamen. Zeugs gepackt, zu Dave auf den Beifahrersitz gesessen und rasten im Schritttempo gen Parkwiese. Dave hatte eine Riesenfreude daran, Seifenblasen ausm Fenster zu pusten, währrend Jessi sich mehr als in einer Physik-KA auf das Autofahren konzentrierte - was sie auch sehr gut machte.
Als wir angekommen waren, trugen wir das zu viele Gepäck in total überladenen und mit Gummispannern umspannten Sackkarren Richtung Zeltplatz. Eine Gruppe baute nun die Zelte auf, währrend die anderen und ich das restliche Gepäck holten. Danach begab ich mich auf die Suche nach nem Kumpel von mir, der meine Tasche und Zelt hatte, was sich mangels schlechtem Handyempfang schwieriger war, als ich es zuvor erwartet hätte. Als es schon dunkel war, fand ich ihn mit Hilfe von zwei Mädels aus meiner alten Klasse zwar eher durch Zufall, aber hauptsache ich hatte meine Tasche. Kurz bedankt, bewegte ich mich mit einer gefühlt 20 Kilo schweren Tasche von einem Ende des Flugplatzes zur anderen. Nach bestimmt 20 Minuten Fußmarsch kam ich dann auch endlich bei Camping 7 an, wo ich dann erst mal total erschöpft versuchte, unser Zelt zu finden. Im Grunde ist das Gebiet gar nicht groß, aber ihr glaubt gar nicht, wie schwer es ist, sein Zelt in Dunkelheit in einem Wald von so vielen Zelten zu finden. Nach einigen Minuten erfolgloser Suche, fragte ich rum, wer denn ein Handy hätte, um Jessi anzurufen, die dann nach mir rief - und in der Tat war ich nur gut 10 Meter vom Zelt weg. Aber ich hätte es ohne sie nicht gefunden. Auf jeden Fall bauten Dave und ich noch in der Dunkelheit mein Zelt auf. An dieser Stelle auch ein Riesen-Dankeschön an Dave! Als das Zelt stand, aßen wir was und bewegten uns in Richtung Landebahn, wo eine Art kleiner Markt und jede Menge Leute waren. Dave hatte Flyer von der Band aus seinem Dorf dabei, die er mir mit einem "Steve die verteilsch du doch bestimmt gern" in die Hand drückte. Ja und irgendwie vertrieb ich mir dann die Zeit, von Gruppe zu Gruppe, von Mädel und zu Mädel zu hüpfen, um die Flyer zu verteilen. "Guck hier hasch 'n Flyer, da sind nackte Mädels drauf", zog eigentlich fast immer. Ansonsten lernt man auf diese Möglichkeit auch die verschiedensten Leute kennen. Auf dem Markt selbst kaufte sich Dave ne Flasche Wasser, und ich versuchte mit dem selben Verkäufer, den MiniVentilator für 3 statt 5 Euro zu bekommen. "Für 3 Euro nehm ich ihn ..." Doch der Chef, der im chilligen Regisseur Stuhl saß, blieb hart und ich zog mit einem "Dann machst du halt kein Geschäft" von dannen. Vor'm Festivalgelände lernten wir noch so Burschen kennen, die in so einem großen, pinken, runden Barbiezelt im Stil einer Ritterburg übernachteten. Anne und Joanna waren davon ganz angetan und verblieben dort auch ne Weile, die andren gingen nicht nur wegen den homosexuell-Anspielungen von einem der Burschen weiter.Nachdem wir genug hatten und den meisten von uns die Füße weh taten, gingen wir Richtung Zelt. Außer Mähne und ich, wir liefen noch n wenig rum, aber nach kurzer Zeit verabschiedete sich auch mein Freund aus Denkingen. Kurz darauf stieß ich auf ne Gruppe von Mädels, die Mitten in der Nacht, so gegen 3 Uhr begannen, ihr Zelt aufzubauen. Und ja, kein Zwei-Mann-Zelt, sondern so ein 30 Mann Bundeswehrteil. Und so sozial wie ich bin, half ich beim Aufbau mit, zwei Jungs vom Nachbarzelt haben bereits Vorarbeit geleistet. Nach bestimmt ner Stunde stand das Zelt dann da, etwas schief, aber es stand.
Am nächsten Morgen wachte ich als Erster auf und vertrieb mir ausnahmsweise die Zeit mit Zähneputzen und sowas, bis Dave wach war und ich ihn sagte, dass ich noch kurz nach Saulgau fahren würde. Fragt nicht warum, ich hatte im Streß von gestern halt noch jede Menge Zeugs vergessen. Außerdem ist Essen-Kaufen nie schlecht. So fuhr ich dann nach Saulgau und traf unter anderem Nadja, die ganz aufgedreht und überrascht war, dass sie mich traf. Wir kauften dann zusammen 15 Laugenwecken und ähnliches ein. Doch dummerweise fing's grad zu regnen an, als wir das Gebäude verlassen wollten. Ich hatte die Hoffnung, aus dem Regen herausfahren zu können, da es bei der Hinfahrt eigentlich nicht nach Regen aussah. Auf jeden Fall gab's dnan n richtiger Platzregen und musste dann in Herbertingen nen Boxenstopp machen, wo ich dann einge Zeit mit dem Spiegel in der Hand auf besseres Wetter wartete. Am Southside angekommen ging das Chaos weiter, ich durfte nicht mit dem Motorrad passieren. Also fuhr ich dann einige hundert Meter zurück, auf den Radweg und schob mein Motorrad auf diese Weise an der Polizeikontrolle bzw. Security vorbei und gelangte an meinen alten Stellplatz. Jedoch wurde auch Neuhausen nicht vom Regen verschont und ich könnte mir heut noch an den Kopf schlagen, keine Gummistiefel mitgenommen zu haben. Ihr müsst euch den Zeltplatz als eine große Wiese vorstellen. Und nun stellt euch vor, da hat es so RICHTIG geregnet - und nun laufen da insgesamt 45.000 Menschen die Wiese rauf und runter. Und die Wiese wird zu einem umgepflügten Acker, in den ich mit meinen Halbschuhen richtig reinsank. Als ich dann mit total matschigen Schuhen zum Zelt lief, traf ich schon Jessi auf der Landebahn, die mir dann ganz aufgeregt davon erzählte, dass sie von DasDing interviewt wurde und ein Foto von Anne und dem als Tiger verkleideten Flo machten. Aber der eigentliche Grund, warum sie hier waren, ist, dass die beiden auf ihre Festivalbekanntschaft vom letzten Jahr, die Julianne und Isa warteten. Also wartete ich mit - aber zuvor noch n Stapel Flyer vom Dave verteilt. Nach einiger Zeit trafen die beiden Mädels dann immer noch nicht ein und wir holten uns Rückmeldung per Mobiltelefon. Angeblich wären sie in der Nähe. Folglich schrien wir zur Verwunderung unserer Mitmenschen die Namen der beiden Mädels - bis die Jessi entdeckte und wir noch lauter wurden. Doch wir waren nicht laut genug, sie übersahen uns sogar, aber letztendlich hat's dann doch noch geklappt. Ansonsten verlief der Tag mäßig interessant, wir betraten das Festivalgelände und unsere Mädels machten die Shoppingstände unsicher. Die beiden hatten Gummistiefel an und hüpften im Matsch rum, während Mähne und ich damit beschäftigt waren, einigermaßen hinterherzukommen. Im Laufe des Tages trafen dann auch Jutta aus Lindau und Sapse ein. Auch Bulander trafen wir. Als es Abend wurde, machten wir uns auf den Weg zu eine der beiden Bühnen. Am Eingang des Festivalsgelände kontrolliert ebenfalls die Security, was wiederrum eine Warteschlange verursachte. Doch Flo als Tiger weckte die Kraft in uns und wir kamen mit lautem rufen von "Lasst, den Tiger durch, lasst den Tiger durch!" - Gesängen ohne Warten aufs Gelände. Zur Bühne selbst sei für die Nicht-Southside'ler gesagt, dass ihr euch das so vorstellen müsst: Es gibt einen abgesperrten Bereich vor der Bühne, in den nur eine bestimmte Anzahl an Leute reinkommen. Hinter dieser Absperrung kann man einfach so stehen, jedoch ist dort relativ wenig befestigter Boden und nach ein paar Meter kam gleich die Wiese. Als wir dann ankamen um die ersten Bands zu sehen, war der Bereich schon zu und wir wollten uns eben in den nicht abgesperrten Bereich bewegen. Aber das war gar nicht so leicht, denn die Wiese war ein einizger Matsch-Acker. Und jetzt drücken da hunderte, tausende Menschen wie die blöden, um nach vorn zu gelangen ... und der Matsch machte die Sache nicht leichter und so flogen wohl einige hin und kämpften ums aufstehen. Doch irgendwie hab ich es dann bis ganz nach vorn geschafft, Bulander und Sapse direkt hinter mir. Erste Band war Incubus, die ich allerdings nicht so leicht anhören konnte, da so stark von hinten gedrückt wurde. Einige bekamen dann Panik und wollten raus ... nach Incubus fing es an zu Regnen und viele verließen den Platz - obwohl Marylin Manson anstand. Ich bin dann wie viele andere über beide Absperrungen gesprungen, so dass ich im abgesperrtem Bereich war. Der Regen wurde nicht schwächer und auf der Großbildleinwand kündigte die Festivalleitung "Hagel und starke Winde an". Ich blieb, weil's irgendwie danach aussah, als würde es vorbeiziehen. Und so war es dann auch und ich wartete auf Manson. Ich schaute nebenbei auf die Leinwände, wo dann ganze zwei mal das Foto von Anne und Tiger-Flo eingeblendet wurde. Kurz darauf folgte der vorhin erwähnte Headliner, der mit seinen ersten Songs wohl alle Erwartungen übetraf. Und wie erwartet war nicht nur der "Gesang" außergewöhnlich, auch die Bühnenshow selbst verdient Anerkennung. Es kam durchaus schon mal regelmäßig vor, dass er den Mikrofonständer umwarf, sein als Axt getarntes Mikrofon wegwarf und sich anschließend auf der Bühne räckelte und einer vom Bühnenrand schnell aufsprang, den Ständer aufstellte und das Mikro aufhob und wieder an seinen dafür vorgesehenen Platz steckte. Auch die Manson-typischen Griffe unter die Gürtellinie fehlten natürlich auch nicht. Das Gerücht, er hätte eine Taube gegessen, kann ich an dieser Stelle nur dementieren.
Neuer Absatz, neuer Tag auf dem Flughafengelände von Neuhausen. Der begann mit viel Wind und eigentlich noch mehr Wind. Ich bn wieder als Erster aufgestanden und musste feststellen, dass die Stangen vom Pavillion schon sehr verbogen und eine kurz vorm zusammenbrechen war. Irgendwie interessierte das niemand, alle schliefen noch. Später stand dann Dave auf, der dann mit seinen letzten Super-Heringen und Schnur dem Pavillion zusätzlichen Halt verliehen hat. Einige Zeit danach standen auch die restlichen Mitcamper auf und waren überrascht, dass der Pavillion so schlimm aussah. Als Anne und Joanna Daves Panzertape aus dem Auto holten, verstärkten wir die fast durchgebrochene Hauptstrebe mit einer Stange vom abgerissenen Nachbarpavillion, was auch gut funktionierte. Auch ein paar andere Reparaturen führten wir durch - und waren stolz. Und diesen Stolz feierten wir wie es sich gehört am Frühstückstisch. Bulander war ganz aufgedreht und fragte rum, wer denn alles ein Guten-Morgen Bier vom frischen Faß wolle und da war ich selbstverständlich gleich dabei. Problematisch war nur der Schaum, der zu 95% unseren Becher ausfüllte und wir mit unseren mäßig-sauberen Fingern dagegen ankämpften. Zitat "Da werden wenigstens die Finger au mal sauber". Nach dem Biergenuß hab ich aus meinem Zelt ne Ananas rausgeholt, die ich dann auch mehr oder weniger professionell verlegte. Mit dem Käse aus dem Versorungszelt gab's dann fast Hawaii-Toast ... bzw. Hawaii-Brot trifft es besser. Zum Nachtisch gab's dann von mir den freundlichen, lilafarbenen Osterhasen aus der Werbung, dem ich dann im Manson-Style den Kopf mit dem Messe abschnitt und der Sapse rüberwarf, die ihn schneller als Calmund verspeiste. Oder passt Toot von Drawn Together besser, um Sapses Essverhalten zu beschreiben? Vielleicht. Nach dieser Stärkung ging's dann mit kurzer Hose zum Auftritt der Band, die den vielleicht ein oder anderen Zuhörer mir zu verdanken hat, denn ich hab für die Band namens TOS wie bereits oben angemerkt, Flyer verteilt. Vor dem Konzert wir warfen die übrigen Flyer mit Schwung zu den SouthSide'lern gegenüber und dank dem Wind, der wie auf der Ostseeinsel bei der Sommersonnenwende wehte, flogen die Flyer auch locker geschätzte 50m weit und mehr. Das Konzert selbst war gar nicht so schlecht, es füllte sich immer mehr und es war gegen Ende ganz schön was los. Zum Schluß schmiss der Drummer wie seine großen Vorbilder seinen Drumstick in die Menge. Zwar nicht in meine Richtung, aber ich ergriff die Initiative und hechtete in Richtung den Haufen, die sich vor lauter Drücken nicht nach dem Drumstick ducken konnten und ich zwischen den Beinen der aufgewühlten Masse ihn vom Boden aufheben konnte. Anne brachte mit breitem grinsen nur ein "wie geil" heraus, aber ich war in Gedanken wieder bei den Flyern, die ich noch in meiner rechten Hosentasche hatte. Also ging ich noch ne Runde verteilen. Überraschenderweise nahmen viele die Flyer dankend entgegen und kam mit den Meisten gut ins Gespräch. Einer war anfangs besonders komisch, der meinte "ich hab genug zu hause" und nach kurzem Smalltalk erklärte er dann, dass er Zitat "dafür gesorgt hat, dass TOS hier auftreten darf". Ja, ich hab den Boss himself angesprochen. Nach Tos folgte eine Band, deren Namen ich vergessen habe, aber im Grunde ganz geil war. Ne sexy Sängerin, die ihre Stimme verbiegen konnte wie Frau Rheingans die Wahrheit. Auf dem Boden fand' ich noch einen Festivalguide, aber der wird erst später wichtig. Allmählich wurde es kalt und ich meldete mich mit den Sätzen ab, dass mir kalt ist und ich ein wenig rumrenne. Lustigerweise traf ich dann wieder auf den Eisverkäufer. Ich hab noch nicht vom Eisverkäufer erzählt? Den traf ich am Tag zuvor, als es geregnet hat und es so matschig war auf dem Festivalgelände. Er sah so traurig aus, dass ich ihn einfach fragen musste, wie viel Eis er heute schon verkauft hat. Darauf hin meinte er ganz deprimiert, dass er bisher nur 2 Stück am ganzen Tag verkauft hat. Aber heute dachte ich, läuft es besser, zumindest verspürte ich eine positive Aura, die zum Teil an seinem Lachen lag. Oder lachte er nur, weil er mich schon wieder sah. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall erzählte er mir voller Stolz, dass er "heute schon 6 Eis verkauft hat". Zur Erinnerung: Wir haben gerade so gegen 13 Uhr - da geht noch was. Ich hatte zwar nicht unbedingt Hunger auf Eis, aber ich hatte kein Geld dabei und versuchte ihn zu überreden, den Festivalguide gegen ein Eis zu tauschen. Leider wollte er das nicht, doch wir konnten kaum diskutieren, da kamen schon zwei männliche Festivalbesucher auf den Eiswagen zu. Ich fragte schon, ob sie ein Eis kaufen wollten, bekan dann aber leider ein "Nein, wir wollen kein Eis, wir wollen deinen Festivalguide" zur Antwort. Sie fragten, wo ich den her hätte, worauf ich dann sagte, dass ich ihn vorne vor der Bühne gefunden habe. Ich merkte an, dass der bestimmt irgendwo ausliegt, aber sie wollten unbedingt meinen Festivalguide. Als Kompromiss viel mir ein, dass sie sich ein Eis kaufen sollten und sie im Gegenzug meinen Festivalguide bekämen, aber sie sind wohl auf Diät- und wollten kein Eis. Wir einigten uns, dass ich ihnen den Festivalguide für einen Euro überlies. Und ich setzte die Diskussion mit dem Eismann fort, dass er mir doch das 1,50 Euro Eis für einen Euro verkaufen könnte ... weiter gings damit, dass die Band "The Blood Arms" anstand. You know ... "i like all the girls and all the girls like me". Hat's klick gemacht? Wenn nicht, lesen sie bitte dennoch weiter. Ich wollte mir was warmes zum anziehen holen, als verließ ich durch die Kontrolle das Festivalgelände und rannte Richtung Zelt. Ich schnappte die Kamera und wollte zurück - dumm nur, dass ich mit dem Drumstick nicht mehr reinkonnte. Also dacht ich mir, ich probier's bei ner anderen Security-Person. Aber Fehlanzeige - ich rannte nochmal zurück und gab der Jutta den Drumstick. Und ab durch die Kontrolle bis hin zur Bühne. Dort fiel mir dann ein, dass ich doch was warmes anziehen wollte. Was solls. Wer's net im Kopf hat, der hat's halt in den Beinen. Egal, Blood Arms kam und die Stimmung heizte die Umgebungstemperatur spürbar auf. Nach den ersten paar Liedern wollte der Sänger unbedingt Kontakt mit dem Publikum aufnehmen und stand dann an der Absperrung, wo ich dann mit der Hightech-Digiknispe hinrannte um der Anne ein paar Erinnerungsfotos zu schießen. Dort sah ich dann, wie ein Mädel neben mir doch tatsächlich begann, sein Shirt hochzuheben und ihn eifrig ableckte. Egal. Ein paar Songs später suchte er erneut die Nähe des Publikums, doch diesmal kam er zu uns und hüpfte über die Absperrung stand nun bei Anne, Joanna und mir. Anne war ganz schockiert und wusste net was tun, so dass ich ihr erst sagen musste, dass sie ihn doch umarmen solle oder was weiß ich ... dass ich schöne Fotos machen konnte. Nach kurzer Zeit war er auf Druck der Security wieder weg und es blieben die digitalisierten Emotionen auf meiner Speicherkarte und eine Happy-Anne und Happy-Joanna.
Als wir dann zurückkamen, fanden wir fast unser Zelt nicht mehr - denn die Pavilions waren weg. Dave hatte sie abgebaut, weil sie wohl so kaputt gewesen wären. Und so hockten wir ganz ungewohnt ohne 4 Wände da. Der Wohnblock wurde abgerissen. Wohnblock nannten uns unsere Zeltnachbarn, das Partyzelt. Aufgrund dieser Bezeichnungen entstand auch unser allseits-gerngehörtes Begrüßungsritual "Ha-llo Party-zelt!!" - "Ha-lloo Wohn-block!". Das nur so am Rande. Wir saßen dann dran, Sapse und Mähne hatten noch net gespült, was sie dann nachholten. Ich saß dran und las den Festivalguide, den ich mir zuvor kostenlos beim T-Mobile stand besorgt hatte, während Flo an Annes heiligen CD Player rumfummelte. Und so kam es, wie es kommen musste, er schüttete irgend ein Getränk drüber. Und die CD ging nicht mehr richtig. Also er las zwar die Titel, aber abspielen ging nicht mehr. Anne stellte die fachfrauische Diagnose, dass die Batterien leer seien und wollte mich schon überreden, dass ich in den nächsten Supermarkt fahre. Jedoch konnte ich nicht nachvollziehe, dass sie leer seien. Zur Bestätigung holte ich dann mein Tape aus dem Walkman und legte es in den CD Player - und it works. Zumindest bis der CD Player meine Kassette verrupft hat. Doch das bekam Flo gar nicht mit, denn er war schon auf dem Weg zum Geldautomaten, um Anne 30 Euro für das Multimediaabspielgerät zu geben. Insgeheim tuschelten wir, dass er doch ziemlich blöd sei, und das Glas doch gar nicht wegen ihm umgeflogen sei ... aber das musste er ja nicht wissen und so ließen wir ihn in dem Glauben.
Widmen wir uns nun den Konzerten. Ich ging mit Mähne, Dave und Jessi los, um die ersten Bands zu sehen. Dummerweise verloren Mähne und ich die beiden sehr schnell. Und dann lief da noch n Typ mit bloßen Hintern an mir vorbei, den ich unbedingt noch verarschen musste - und weg war der Mähne. Egal, ich kämpfte mich dann zum Eingang, wo dann n riesen Andrang war. Bestimmt 70m Warteschlange, in der es enger zuging, wie bei Maleks Versetzung. Und ich mittendrin, die Pissrinne zu meiner linken. Zum Glück war noch n großer, kräftiger Typ weiter links von mir, der mir das Schicksal ein paar zierlicher Mädels vor mir erspart hat.Irgendwie wurde das Gedrücke dann so stark, dass die Security niemand duchlassen wollte. Sie präsentierten uns dann wohl ihre Tatktik, was sie gelernt hatten. Auf einer Höhe quetschten sich mehre Männer durch, und forderte die Masse auf, von ihnen Abstand zu nehmen. So dass eine Reihe von Sicherheitspersonal die Menschenmenge spaltete. Vor ihnen die Mehrzahl der Leute, hinter ihnen nur ein Bruchteil davon. Dieser Bruchteil konnte nun den abgesperrten Bereich vor der Bühne betreten und nun wurde einer nach dem anderen durchgelassen. Naja nachdem ich endlich drin war, machte ich mich auf die Suche nach einem schönen Platz, möglichst weit vorne. Naja und nachdem Mähne und Co wegwaren, machte ich eben mal wieder Bekanntschaften. Da gibt's zum einen der Typ, der mir jedes Detail über Pearl Jam wusste und es mir auch nicht vorenthalten hat und die Zeit bis zum Hauptact recht schnell verging. Ja und dann gab's noch das Mädel unmittelbar vor mir, die irgendwie aussah wie Nora Tschirner von MTV, die ich natürlich gleich ansprechen musste. Ich meinte, sie hieß Miriam aus Mainz. In unsere gesellige Runde zählte sich noch Lukas, der eine Art Festivaltagebuch auf seinem Körper trug, beim Kopf beginnend. Klingt cool und kreativ, aber ich nenn euch mal die Zeilen von Augenbraun bis zum Kinn "Ich bin Lukas" - "Ich nicht" - "Hahahahaha" - "Ich auch nicht!". Außerdem war da noch n Typ, der 23 war und aussah wie der Niko, mit einer 20 jährigen Freundin, die aussah wie 16, aber glaub 20 war. Das besondere an den beiden war, dass seine Freundin hier in Neuhausen, um die Ecke wohnten. "Wir sind was besonderes - wir sind wohl die Einzigsten hier, die nicht stinken". Und sie erzählen, oder soll ich sagen ... angeben? Dass sie jeden Tag gut bei Mami Mittagessen und Duschen können. In irgend einer Pause von irgend einer Band kam ich dann auf die Idee, auch mal auf diese Großbildleinwand zu kommen. Kurzes Intro für Festivaljungfrauen: Vorne auf der Bühne ist eine Kamera mit Teleskopoptik, bei der sich der Kameramann einzelne Leute aussucht, die dann auf der Großbildleinwand erscheinen und darüber mehr oder weniger überrascht oder erfreut sind. Also sagte ich, dass wir "bei drei" schreien. Ich weiß nicht mehr genau was, im Stil von "Hallo Kameramann" halt. Dummerweise hörte der Typ das nicht, weil er Köpfhörer anhatte. Doch nach mehreren Versuchen konnte sich die Kabelträgerin neben ihm das Lachen nicht mehr verkneifen und sagte ihm, er solle uns filmen. Und tatsächlich klappte es und wir wurden bestimmt 20,5 Sekunden auf der Leinwand vorgeführt. Yeah, nächstes Etappenziel auf meiner South-Side-To-Do Liste erfüllt. Das letzte Konzert war dann fast unerträglich, da wurde komischerweise wieder nach vorne gedrückt. Und zwar so, dass ich das Gefühl hatte, auf mir würde ne tonnenschwere Last lasten. Auf jeden Fall war's für die Miriam dann ziemich blöd, weil sie recht kein war und ich versuchte, den Trick, den ich am Tag zuvor bie Incubus sah, nachzumachen. Dort stand n Typ hinter seiner Freundin und streckte seine Arme gestrekct nach vorne und stützte sich am Vordermann ab. In dem dadurch entstehenden Zwischenraum stand sie halt. Ja und nach dem letzten Konzert gingen wir dann noch zu ner Bar, wo sie dann überraschender Weise auf ihren Freund traf ... naja ich unterhielt mich dann noch mit einem besoffenen Franzosen, der ansich ganz lustig war, aber seine Englischkenntnisse zu wünschen übrig liesen. Nach kurzem Smalltalk verabschiedete ich mich bei allen und ging wieder Richtung Zelt. Hier hatte ich n FIlmriss, ich weiß nur noch, dass ich wieder aufs Festivalgelände gegangen bin, um die andere Band zu sehen. Ja da ging dann der Pogo ab und ich bin mittendrin. Nach den unzähligen Bands war ich schon recht erfahren drin - und es macht schon Bock. Allerdings frag ich mich, warum da manche Mädels mitmachen, die keine 1,60 groß sind und jede 2 Minuten umfliegen ... aber ist ja nicht mein Ding. Danach bin ich erneut zurück zum Zelt, wo ich dann auf die ganze Camping-Elite traf. Jutta und Sapse waren damit beschäftigt, mit dem Megaphon ihren Alkoholpegel allen deutlich zu machen. Zum einen machten sie sich über den Weber lustig, der ja mal in der großen Pause mal in nen Hundehaufen getreten war. "Der Weber findet des echt scheiße ..." - "Weber würd etz KACKE sagen ...". Lustig war, dass im Zelt neben uns, die Leute schlafen wollten und nicht so gut auf Sapses Megaphonterror zu sprechen waren. "Wir sind hier aufm Southside, schlafen könnt ihr wo anders". Als ich dann noch meinen Glockenwecker aus dem Zelt holte und wir ein Guten-Morgen Lied sangen, kam dann der Häuptling aus dem Zelt und drohte uns, dass wir fast Angst bekamen. Egal, wir machten dennoch weiter. No Rist, no fun. Ich lief dann zum Zähneputzen, hatte irgendwie gerade Lust dazu. Als ich wiederkam, waren Sapse und Jutta weg. Aber nur kurz, denn sie kamen dann mit nem Einkaufswagen angehüpft. Irgendwie sprangen dann beide rein und machten weiter scheiße, bis Jutta wieder rauswollte und Mähne ihr dabei half, in dem er sie auf die Schuler nahm. Mähne war wohl au scho bissl zu gut drauf und sich drehte wie n Karussel im Kreis, bis er über irgendwelche Stangen stolperte und beide hinfielen. Aber nicht auf den Boden - sie rissen gleich den Nachbar-Pavilion mit ein. Ja, ich war supergutdrauf und so machten wir, also Lander, Sapse und ich uns auf, in Richtung der Musik des unabhängigen Partyzelts, wo bis zum ersten Sonnenstrahl Mucke lief und Stimmung war. Als Opener unserer AfterShow Party lief "Türlich, türlich, sicher Dicker" von das Bo. Gaanz zufällig wussten wir alle den Text von dem Song und gröllten mit, was die Stimmbänder hergaben. Die nächsten paar Songs pogten wir alle und alles um, was uns in den Weg stellte ... war scho geil, gell Pogo-Kollegen! Mir wurde es dann aber zu heiß. Und ich hatte meine "guten" Sachen an. Wenn ihr aufs Southside wollt, zieht net eure teuren Klamotten an, altes T-Shirt, alte Hose - perfekt. Und so lief ich dann zum Zelt zurück, zog mir mein Schlaf-T-Shirt an und nahm das Brotmesser und schnitt meine lange und eh schon kaputte Cargo-Hose zu einer kurzen Hose - und zurück ins Partyzelt. Dumm war, dass ich nicht reinkam und ich mit meinem Nebensteher einen Pakt ausübte ... wir kletterten unter der Absperrung durch, wenn die 3 Wachmänner beschäftigt waren und rennen dann rein. Nach paar Minuten war es dann so weit, und ab gings. Die haben es zwar mitbekommen, jedoch sind wir beide so schnell in der Menge verschwunden, dass die Verfolgung zwecklos war. Ich bin dann 3-4x das Zelt auf und abgepogt, aber außer Joanna, die irgendwie ziemlich fertig allein am Rand stand, sah ich niemand. Also wieder on the way back home - wo die nächste Überraschung wartete. Da war Clemens, Judiths Ex-Wieder-Dauer-Freund, der sie liebte und irgendwie doch nicht. Und alle meinten, er hätte unglaublich viel getrunken. Nach einigen unterhaltsamen Dialogen wurde es plötzlich still und er sagte immer weniger, bis er irgendwie total fertig war und mit dem Klappstuhl nach hinten in mein Zelt kippte. Danach hing er nur so rum, oben ohne und rührte sich nicht mehr. Ja, kotzen musste er halt zwischendurch. Aber als er dann einen Niesanfall bekam und nicht mehr aufhören wollte, und sein ganzer Oberkörper schon vollgerotzt war, entschlossen wir uns, auf den Stuhl vom Flo zu setzen. Ja und irgendwie kamen wir dann auf die Idee, die Johanniter zu holen. Diese sympathischen Helfer in Not waren zuerst erbost, weil Mähne die Türe nach Klopfen des Krankenwagens aufgemacht hat. Das könnten sie ja selbst. Dennoch wolten sie uns helfen und wir schafften Clemens mit Müh und Not durch die Zeltmüllhalde zum Krankenwagen, wo er dann abtransportiert wurde. Mähne fuhr, sozial wie er ist, noch mit.
Der Hahn kräht, der letzte Tag bricht an. Wir frühstückten gemütlich, irgendwann kam dann auch wieder der Mähne an, der ja wegen Clemens im Krankenhaus war bzw. wartete. Oder warten musste - denn sein Taxi zum Southside lies sich Zeit, weshalb er einige Stunden dumm rumsitzen musste. Zum Frühstück aß ich zuest paar Marmeladenbrötchen, dann folgten Zitronen. Und irgendwie wurde man davon fitter, also aß ich gleich vier davon. Zwar meinten alle, es wäre nicht gesund, aber einmal geht des. Als ich dann genug gepusht war, bewegten wir uns wieder zur Bühne, wo unter anderem Fotos spielten. Und da waren wir dann auch. Fotos war meine persönlich letzte Band, denn ich wollte gegen Mittag wieder heimfahren. Also schaute ich noch auf meine South-Side-To-Do Liste und sah, dass ich noch nicht crowd-surfte, das heißt, sich auf den Händen der anderen durch die Menge bewegen. Ich blickte umher, aber so arg viele Leute standen dort gar nicht rum bzw. die Masse war nicht soo dicht. Egal, ich wollts versuchen und ging dann zu ein paar kräftigen Burschen und erzählte mir mein Anliegen. Nach den ersten drei Worten meinten sie "klar" und paar Sekunden später war ich dann schon oben und irgendwie war's ganz lustig. Ich kam bestimmt so gefühlte 20-30m weit, etwa 3m vor der vorderen Absperrung kam ich wieder runter und war happy. Danach noch "Giganten" mitgesungen und gerockt, bis die Party zu Ende war. Der letzte Gang zum Zelt ... und ratet mal, wen ich traf? Den Eismann! Das Wetter war heute top, blauer Himmel, Sonne schien. Und der Laden lief. Ich zögerte nicht, meine Kamera zu holen und machte noch ein Foto vom glücklichen Eisverkäufer und kaufte anschließend noch ein Magnum Mandel und gab 1 Euro Trinkgeld. Irgendwie ein schönes Happy-End. Nachdem ich das Eis verspeist hatte, packte ich noch meine Lupe raus. Ihr kennt sie ja alle, diese Brennglaslupe halt. ich hab extra ein Stück Holz mitgebracht, auf das ich jetzt zur Begeisterung und Staunen der anderen ("ich hätte nicht gedacht, dass des geht!" - "und vorallem nicht so schnell"- "wie cool") den Schriftzug "SouthSide '07" und eine Sonne mitdraufbrannte. Ja und was mach ich mit dem Holz? Klar, irgend nem sympathischen Mädel verschenken! Und kaum 5 Zelte weiter, lachte mich so ein Mädel an, die hat sich wohl schon gewundert, warum der mit Holz, Lupe und Kamera rumlief. Also sprach ich sie an ... und fragte sie, ob sie mein Kunstwerk haben wollte. Irgendwie verstand sie mich nicht und eigentlich hätte ich es gleich wissen müssen: Sie versteht kein schwäbisch, denn sie kommt aus Bonn. Okay, also geht's in Hochdeutsch weiter; hab ich ja mittlerweile Erfahrung drin. Ja ich überreichte ihr das Holz und sie war ganz happy drüber. Sie wollte mir auch was schenken, jedoch fanden wir nichs, außer einen Eisbollen, den sie mir dann schenkte. Nach bissl Flirten und so ging ich dann wieder zurück zum Zelt und fing mit packen an. Es ging dann irgendwie ganz schnell, ich packte alles zusammen, verabschiedete mich bei den anwesenden und beim Nachbarzelt mit einem "Tschüß Party-Zelt! - "Tschüß Wohn-block!" und verließ das Gelände in Richtung Parkplatz. Motorrad stand noch, also alles wieder aufs Motorrad gespannt und ich fuhr wieder zurück ...
Zum Abschluß möcht ich mich noch bei allen meinen Mitcampern bedanken, die mir geholfen haben. Sei es beim Zeltaufbauen, bei der Verpflegung oder in anderer Hinsicht - ich hoffe, dass ich auch ein wenig zurückgeben konnte. Es waren geile 4 Tage und ich würd mir wünschen, dass es net das letzte gemeinsame Festival war!
Veröffentlicht von Stefan am 2007-07-09

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