Andere Mütter haben auch schöne Söhne
Anlässlich meiner drei Richtigen, die ich beim Samstagslotto erreicht habe, möchte ich euch an dieser Stelle von der zweiten Ferienwoche erzählen. Unsere letzte, zweite Ferienwoche nach den Sommerferien, denn wir dürfen uns ja stolz "Abschlußklasse" nennen. Gut, studenplantechnisch beginnt der Montag morgen mit einer Doppelstunde VBRW. Da ich nicht wusste, in welchem Raum wir hatten, schaute ich auf meinen Stundenplan und stellte fest, dass wir in einem der Physikräume Unterricht haben. Kaum angekommen sah ich auch schon Verena warten, die dann richtiger Weise fragte, ob ich auch erst die Treppe hochgelaufen wäre. Der Raum selbst entpuppte sich dann als Überraschung, denn von den düsteren Erinnerungen an vergangene Physikstunden ist wenig übrig geblieben, weil viel geändert wurde: Zum einen ist die kultige Efeu-Plfanze, die aus der Decke kam, verschwunden. Zudem ist der Raum voll von bunten, von Schülern bemalten Tischen. Etwas seltsam war auch die Akustik des Raumes, denn es hallt darin passenderweise wie in einer Kirche. Die Stunde selbst verlief ganz ordentlich. Ich hatte Hause gemacht und begann dann, die DRK-Aufschrift meiner blutroten Kugelschreiber vom Blutspenden zu entfernen. Ihr fragt euch warum? - Ganz einfach: Anne und ich hatten die glorreiche Idee, daraus Kugelschreiber für's Dracula-Theaterstück zu basteln. Und so holte ich den Edding raus und Anne verzierte die Kugelschreiber. Außerdem wählten wir an dem Tag noch den Kurssprecher, dessen Stellvertreter und natürlich unseren Freund, an den sich alle Rheinganskurs'ler nur allzugerne erinnern: Den Energiebeauftragen. Der zukünftige Umweltminister, der sich voller Herzblut darum kümmert, dass unnötige Lichter ausgeschaltet sind oder die Fenster bei laufender Heizung geschlossen sind. Wir stellten ein paar Kandidaten und überlegten uns, wie viele Namen wir auf nen Zettel schreiben sollten. Ich schlug vor, jeweils einen Schüler und eine Schülerin zu nennen, der Emanzipation wegen - was aber die Jessi als einzigstes Mädel ablehnte. Letztendlich gewann Dave die Wahl, ich bin Stellvertreter und Otze wurde Energiebeauftragter. Danach war Pause und kaum war ich an der frischen Luft, stießen wir auf Herrn Petrich, der voller Elan die vorläufigen Entwürfe für die Zuschauer-Hefte austeilte. An dieser Stelle zeigten wir ihm auch unsere ultimativen Dracula Kullis. Außerdem erzählten mir in der Pause meine Lieblingszwillinge (und des sind sicher net Hages), dass ihre Ballonfahrt doch nicht stattfand. Die beiden hatten irgendwo ne Fahrt mit dem Heißluftballon gewonnen und verließen deshalb die Theaterproben vom Freitag recht hastig. Ob's nachgeholt wurde, weiß ich grad nicht, ich frag mal nach =) - In der Pause zwischen den Fimadoppelstunden hatte ich ein Date mit Manuela. Denn die hatte am Freitag zuvor meine EC-Karte ausgeliehen, um Zigaretetn zu holen und vergaß, sie mir zurückzugeben. Und so wartete ich bei den roten Stühlen, geschätzte 20 Minuten, bis ich mich dann auf die Suche nach ihr machte. Bombe sei dank dauerte das keine Minute. Und da saß sie, im Klassenzimmer, redete - und beichtete mir gleich, dass sie unser Treffen vergessen hatte und überreichte mir meine Bankkarte. Judith lobte dann noch meine neuen Klamotten und ich musste auf Druck ihrer Lehrerin den Raum verlassen. Nach Sport traf ich dann auf Furkan, der sich das Grinsen nicht verkneifen konnte, als ich ihm mit meiner prall gefüllten Kaufland-Tüte entgegenkam. Gefühlte 50m weiter traf ich dann auf die Vivi, die sich ganz aufgewühlt zeigte und mir sagte, dass sie schnell ins Auto will, damit sie keiner so sieht, denn sie trug irgendwie Sportzeugs, dass sie als Schlafanzug bezeichnete. Ich fragte sie noch, ob sie was süßes wolle - und gab ihr ne leckere, gesunde, saftige Nektarine mit auf den weiten Weg vom Parkplatz zum Auto. Bei den Fahrradständern sah ich dann noch die bezaubernde Raphaela, die gerade wegfahren wollte, aber dass wusste ich zu verhindern =)
Dienstag begann schon cooler, denn wir hatten DV. Das Fach, dass zumindest ich freiwillig mache. Auch andere FiMa'ler sind nun in den Bund der freiwilligen DV-Haber beigetreten. Selbst der sonst so faule Daniel, der zwar Internet wählte, aber Excel bekam. Michael hingegen hatte in der 12. DV und hatte es nun abgewählt. Gut, ich kam dann pünktlich in den Gang der DV-Räume und traf dann auf eine supermegagutgelaunte Jutta, einen Reichle, der deutlich sichtbare und kaum überschminkbare Augenringe hatte. Aber er soll nicht der Einzigste an diesem Tag bleiben, mehr dazu später. Später kam dann Tobi und der Dominik fragte ihn, wie zuvor abgesprochen, ob er gestern Rasen mähen war, denn dass hatte er mir ein Tag vorher stolz per ICQ erzählt. Und so legte er dann gleich los, dass er für ne halbe Stunde Arbeit 50 Euro bekam. Gute Bezahlung, aber musste er dann mit nem Handmäher mähen? Mit der Sense? Aber das glaub ich in dem Fall nicht. Kurz vorm Läuten kam dann Frau Selg und bat mich nach der Englisch-Hause, die ich natürlich hatte. DV begann dann ganz chillig, ich setzte mich neben Ines und Sonja. Gegen Mitte der Stunde mussten wir uns in Gruppen einteilen. Ich wählte die Ring-Gruppe und wir mussten passenderweise die Ringtopologie erklären. Das ist eine Art Computernetzwerk, in dem jeder Rechner mit zwei anderen PCs verbunden. Meine tolle Gruppe, bestehend aus meinen beidenen Nebensitzerinnen, Otze und Verena stellten das dann pantomimisch dar, in dem wir uns an den Händen fassten und auch einen Ring bildeten. Mit Händekneifen wurde die Datenübertragung dargestellt - und eigentlich war's wohl gar nicht so schlecht. Zumindest Herr Gruber hatte vor lauter Grinsen uns schon vorzeitig entlassen, obwohl wir eine Teilaufgabe, die Erläuterung der Vor- und Nachteile noch gar nicht präsentiert hatten. Nach der Pause hatten wir zumindest theorethisch 90 Minuten Englischunterricht. Eigentlich hatte ich erwartet, dass wir das Leaflet von letzter Stunde besprechen. Aber anscheinend hatte Frau Brack erwartet, dass es eh keiner gemacht hat - und so machten wir mit dem Stoff weiter. Dumm nur, dass ich es am Wochenende recht sorgfältig fertig gemacht und ich mich mit meiner Nebensitzerin Raphaela extra noch abgesprochen hatte. Naja, wir lernen ja für's Leben ... Jedenfalls zogen wir verschiedene Zettel. Ich hatte SEA - Malek die Flagge von der Elfenbeinküste. Oder Irland - je nach dem, wie man die Karte hielt. Umso erstaunter war er, dass ich Drogba als Spieler kannte. Aber hey - ich bin Platz 1 bei Communio Champions League, da weiß ich sowas ... Sapse sagte dann mal was im Unterricht, worauf ich dann nur sagte, dass die heute aber so richtig fertig aussieht. Denn Sapses Augenringe stellten selbst die vom Reichle so richtig in den Schatten. In Englisch saß ich neben der Vivi und wir kamen in der Pause auf die grandiose Idee, unsere Jacken zu tauschen. Außerdem erzählte sie mir, dass Manuela nen neuen Freund hat. Und er gar nicht mal so schlecht aussieht. Ich fragte dann nur, "ob ich auch gut aussehe". Vivi meinte aber nur ... "Steve, du bist halt anders" ... Hätte ich nur nicht gefragt. Sollte aber nicht der einzigste Diss in der Woche bleiben. Aber ich hab ne schöne Jacke. Ich lies dann ne Milka Schokolade durchgehen, aber weiter wie zur Reihe Patrick-Otze-Tobi kam sie dann nicht. So viel zum Thema Solidarität. Aber ich hatte ja noch ne Tafel im Petto, die ich dann m Malek angeboten habe. Aber der wollte nichts. Und irgendwie begannen wir dann damit, unseren Kleinkrieg fortzuführen, in dem wir unsere Füllerdeckel in die Schokolade drückten, so dass zum Schluß drei Füller unbrauchbar waren. Aber meiner war mit K-Classic-Discount 50 Cent eh nicht so teuer. Zur Versohnung holte ich dann meine Packung Schmelzkäse raus und bekam ne Laugenstange vom Malek und schon hatte ich was gutes zum Essen. Nach Englisch hatten wir BWL, in dem der Ari zum mindestens 10. mal seine Frage zum Disagio stellte, die Herr Seitz dann endgültig beantwortete. In Deutsch sagte Frau Rheingans, "wer jetzt noch redet fliegt raus" - worauf unser 17-Jähriger nur meinte: "Das ist meine Chance" ... und so flog er raus. Wie abgesprochen. Und hatte deswegen genug Zeit, was gescheites in der Mittagspause zu essen. Glücklicherweise sitz ich zur Zeit (noch) neben der Sarah. Und da meinte sie, das wäre ne gute Wahl und ich würd mich besser benehmen ... aber hey - es gab auch wegen ihrer guten Vorbereitung in der letzten Klassenarbeit keine ganz schlechten Noten. Ansonsten musste glaub Sarah ihre Seiten vortragen. Ihr müsst euch das Unterrichtskonzept so vorstellen, dass wir 70% der Unterrichtszeit(!) damit verwenden, dass ein Schüler zu jeweils 5 Seiten je eine Überschrift findet. Pro Stunde reicht's für etwa einen Schüler, also richtig gerechnet ca. 5 Seiten. Über den Sinn oder Unsinn dessen lässt sich streiten, aber Matthäus und ich kamen zum Entschluß, dass es völliger Blödsinn und Zeitverschwendung sei und wir lieber mal den Inhalt besprechen sollten. Zum Schluß half ich der Sonja dann noch beim Schuhe zuschnüren. Frau Rheingans konnte das gar nicht glauben, dass ich doch ne höfliche und charmante Seite habe. In der Mittagspause fuhren Lukas (am Steuer), Britt und ich zum Sky. Der Jeannie sollte ich ne Schokolade mitbringen, der Vivi ein Ü-Ei. Und beim Schokoregal angekommen konnten wir uns nicht zwischen Ritter Sport und Milka entscheiden. Und so fragte ich den sympathischen Azubi, welche denn besser wäre und warum Milka 10 Cent teurer wäre. Als Dank für die kompetente Antwort half ich ihm noch, die Getränkekisten rumzuschieben. Wir kamen dann trotz Lukas Raserei ein klein wenig zu spät zu Herrn Petrich, was mir an dieser Stelle auch sehr leid tut. In GGK überreichte ich dann Jeannie ihre Tafel Schokolade, die sich so richtig drüber freute und mich sogar umarmte. Schokolade macht halt doch glücklich. Vivi wollte ich ablenken, in dem ich sagte, was denn "dort" sei und zeigte mit dem Finger drauf ... als sie dann wegschaute, legte ich das Ü-Ei aufn Tisch. Nach mehrmaligem, verdutzten nachfragen, weil da ja nix sei, merke sie dann doch, dass da plötzlich ein Kinderüberraschungs-Ei aufm Tisch liegt .... Am Mittwoch morgen lief ich dann schnell zum Sky, denn ich hatte keinen Schmelzkäse mehr. On the Way back to school sah ich dann Neuzugang Lukas beim Einparken zu, der immer bewust die Hecke mit einer Frontstange zurückdrängt. Wir hatten gleich Mathe, Michael hatte keine Platz und Sapse erbarmte sich, dass er in unsere Reihe sitzen durfte. Naja, ich hatte eh nicht viel davon, denn ich musste gleich wegsitzen. Nur weil ich versuchte, die Schokolade ausm Füller zu popeln. Manuela kam dann zur 2. Stunde und erzählte ganz mysteriös, dass sie den Grund für die Verspätung nach der Stunde erzählt. Das weckte natürlich die Neugier der gesamten Klasse und nicht nur von denen, die kein Mathe machen wollten. Jedoch war's gar nicht so toll, denn sie steigt normal nur in einer "inoffizellen" Haltestelle ein, die nur bestimmte Busfahrer kennen. Und an diesem Tag fuhr ein neuer Fahrer, der noch nicht in eingeweiht wurde. Naja, ich machte dann relativ gut mit, Britt lachte mein Geodreick (CD Hülle) aus. Ich durfte schließlich wie immer den Tafeldienst bestimmen, Herr Fuchs teilte extra für uns vereinfachte Hausaufgaben aus und Ari fragte doch tatsächlich, ob er ein neues Blatt anfangen sollte. Nach einem 15-minütigem Boxenstopp trafen wir dann auf den kleinen Bruder von Mathe, den Physik. Dort standen wir alle vorne und machten tolle Magnet-Versuche. Ich durfte manchmal sogar assistieren, in dem ich so Eisenpulver auf so Magneten streute. Benny war aber ganz abgelenkt vom Tageslichtprojektor, den er dann ein- und eusschaltete, ohne dass Herr Fuchs davon was mitkriegte. Darauf war er dann stolz, ich fands lustig. In der kleinen Pause stellte ich dann fest, dass ich jetz zwar Käse, aber keine Wecken mehr hatte. Also stürmte ich in die Mensa, sah, dass Sapse grad ganz vorne war und bat sie drum, mir einen leeren Wecken mitzubringen. Sie fand's assig, aber hey - ne Pizza auftauen lassen oder nach zwei Scheiben Käse fragen ... da ist ein Leerer-Wecken-Kauf eigentlich ganz edel. Dave gab mir dann noch die Schülerausweise mit, Jutta und Co schauten sie voller Neugier an, während ich sie abfotografierte. In BWL setzten Anne und ich uns wie gewohnt auf die Fensterseite. Wir legten die Schülerausweise auf den Tisch und spielten "Traumpaar-Memory". Ich hätte das nicht vorschlagen solln, denn sie zog gleich mich und als zweite Karte Alexandra ... und Michael kriegte sich nicht mehr vor lachen. Im Unterricht lasen wir so nen englischen Text, welche Vorteile ne Währung aus Steinen denn hätte. Es ist fast ein Wink des Schicksals, dass wir dann beim Verlassen des BWL-Raums auffiel, dass dort ein Plakat von genau solchen Steinen hing. Wir zeigten es Herrn Seitz, der sich dann das Lachen nicht verkneifen konnte. Danach war wieder Pause und ich musste die Schülerausweise im Sekretatriat abgeben. Leichter gesagt als getan, denn ich wartete die ganze Pause über. Neuerdings müssen wir uns vor dem Sekretariat anstellen, was ernorme Warteschlangen produzierte. Aber was tut man nicht alles für seine Klasse, als stellvertretender Kurssprecher ... zumindest kam dann Otze zu mir und brachte mir dann von der Debbie einen schönen, gemalten Hund. Ihr wollt die Vorgeschichte hören? - Am Dienstag musste sie bei der JuFi verkaufen und ich fragte sie, ob sie auch Hunde hätten. Und die waren an dem Tag aus und hatte mir für Mittwoch einen versprochen. Den ich ja dann auch bekam und ich mich sehr drüber gefreut habe. Wir hatten dann noch ne Freistunde und ich traf auf der Treppe die Künstlerin Herself: Debbie, bei der ich mich natürlich gleich für den Hund bedankte. Sie war auf der Suche nach dem Turnbeutel ihrer Freundin und ich gab ihr dann n lachenden Käse mit, den sie dann in den Unterricht von der Frau K. mitnahm. Nachdem Debbie weg war, rief ich Malek an, der mir dann mitteilte, dass sie an Bushaltestelle warteten, denn Michael holte allein das Auto, um uns zu fahren. Also stürmte ich in Richtung Bushaltestelle. Wir gingen zuerst ins Kaufland, dort traf ich dann nen alten Bekannten und begrüßte ihn auch. Ich meinte dann zum Michael, dass er ihn doch auch kenne; immerhin war er 6 Jahre in seiner Klasse. Und dann schrie er ihm ganz unerwartet und mit voller Stimme durchs ganze Kaufland hinterher und wir kriegten uns nicht mehr ... an der Kasse suchten Malek und ich uns dann die junge Blondie aus. Als dann Michael dran kam, und verschüchtert "Hallo" sagte, fragte sie ihn, ob er sie denn nicht mehr kenne. Es folgt die Erklärung woher sie sich denn kennen, und dann kam der Macho aus'm Micha heraus. Doch das war irgendwie zu viel des guten, denn er kam dann ganz gepusht zurück und schmiss die Colaflasche vom Malek, die er auf ne Ablage gestellt hatte, grund- und wortlos aufn Boden. Einige Augenblicke später fragte dann der Michael, ob ihn der Herr Lehrer XYZ nicht mögen würde. Malek konterte mit "ich glaub dich mögen mehrere Leute nicht". Und so rannten wir Richtung Auto und stritten uns, wer Hinten sitzen darf. Kaum losgefahren schallte ein "duck dich, da sind Leute" durchs Auto, denn irgendwie war's m Daniel peinlich, so gesehen zu werden. Wir fuhren dann ins McDonalds. Ich fragte noch, ob ich im Auto essen darf, bis Sapse und Malek lachten und mir ihr angebissenes Essen zustreckten. Malek hatte die Kontrolle über's Fenster und ich hielt meinen Käsewecken kurz raus, weil da n Dreck drauf war. Und in dem Augenblick machte der Malek das Fenster zu, so dass das schön Käsebrötchen eingeklemmt war. Nach m Aufmachen war natürlich alles käseverschmiert. Toll gemacht. Im McDonalds gabs dann nix besondres, wir fuhren zurück zur Schule und Sapse verschüttete ihren Kaffee gleich in der ersten Kurve. Gut, dass es nicht ihr Auto war. Bei der Rückfahrt viel natürlich Müll an, den wir dann aus'm Fenster geworfen haben. Plötzlich ging das Fenster zu und sagte sagte, "hoi jetz hat der Michael n Machtwort gesprochen, ohne was zu sagen". Von vorne kam dann ein "Nein, dass war nicht der Michael, das war ich". Der Donnerstag ist sehr facettenreich, mein Freund der Stundenplan freut sich über Mathe, Deutsch, BWL, ner Freistunde, Reli, GGK und Sport. Also beginne ich diesen Absatz zuerst mit Mathe, dass wir in unserem alten Klassenzimmer hatten. Betonung auf alt, jetz sind wir ja so eine Wanderklasse. Ich wartete vor'm Raum, bis Guses kamen und ganz eingemauert von ihren unzähligen Taschen waren. Malek brachte mir sein altes Handy, vergaß aber den Akku aufzuladen. Und das Ladegerät auch. In Mathe brauchte Herr Fuchs dann ein Lösungsblatt und ich opferte meins. Es war ein schöner Morgen und die Sonne strahlte direkt in unser Klassenzimmer. Glücklicherweise hatte ich mehrere CD-Hüllen dabei. Malek und ich hatten dann einen riesen Spaß daran, Herrn Fuchs einen Heiligenschein zu verpassen, oder die Bewegungen auf dem Tageslichtprojektor zu unterstützen. Irgendwie fands dann alle lustig. Oder n paar fandens lustig. Oder lachten halt aus Mitleid mit. In Deutsch schlugen wir dann den Müllbeauftragten vor, weil Frau Rheingans sich ja immer so vorbildlich um den Müll aufm Boden kümmert. Malek musste seine Seiten vorstellen während Nebensitzerin Sarah Vokabelkartei-Zettel schrieb. Sonja brauchte meine CD-Marker und beklagte sich drüber, dass sie stinken würden. Achja, hätte ich fast vergessen: In der Stunde zuvor wurde Malek von Hinten-Rechts nach Vorne-Links gesetzt. Und heute kam Frau Rheingans wieder und setzte ihn von Vorne-Links wieder nach Hinten-Rechts. Hinten-Rechts find ich eh besser, da können wir viel besser Essen-zuwerfen oder ähnliches. In BWL setzte sich dann Michael zu mir und Anne. Da ich ja ne Geo-Freistunde habe, fragte Anne, ob ich ihr ein Ü-Ei mitbringen könnte. Als es dann so weit war, trafen wir uns wie immer bei den roten Stühlen und Sapse sagte, dass sie heute fährt. Irgendwie haben alle Sapses Auto verarscht, aber ich finds echt cool. Die Fahrt ist dann aber was ganz besonderes, wenn sie mit 50 über die Bahnschienen rast, fühlt man sich richtig als Rallyfahrer. Im Kaufland mussten wir für Manu nen Apfel kaufen. Ich will nicht sagen, wir hätten uns den besten rausgesucht, aber Apfel ist ja Apfel. Ich hab dann gesagt, dass ich für Anne noch das Ü-Ei und Milchschnitte kaufen soll. Und Sapse verarschte mich dann, weil ich der Anne was mitbringe. Und dann meinte Malek, ob sie neidisch wäre - und plötzlich wurde sie rot und wusste nicht was sagen. Uns fiel dann auf, dass wir jede Freistunde die gleiche Runde im Kaufland laufen. Zum den Absatz abzuschließen: Ich kaufe dann auf Empfehlung von Frau Edel statt Milchschnitte Nesquik-schnitten, Darja kaufte sich so Koala-Bär-Kekse. Wir fuhren dann noch ins Aldi. Sapse fuhr, aber wir sagten, welche von den beiden Spuren sie doch bitte nehmen sollte. Dort fanden wir zwar nicht, wie eigentlich gedacht, einen Weihnachsmann, aber ich sah dafür schöne Pfirsiche. Im Aldi war ne lange Schlange, bis ich plötzlich vermerkte, dass es geplant war, die 2. Kasse aufzumachen und stürmte direkt hin. Malek hat nix gekauft und war schon auf dem Weg nach draußen, bis ich ihm hinterherrief, dass er das "Aldi Prospekt vergessen hatte" und wollte ihm eins geben. Aber er drehte sich nur um und meinte "ich hab schon eins!". Also war eins zu viel und wir machten es an den Scheibenwischer von nem PKW. Dann kam ne Frau und maulte, ob wir nicht die 3 Schritte zum Mülleimer laufen könnten. Es war dann Pause und ich verteilte die Nesquik. Bombe kam dann zu uns her und sagte nur m Malek "Hallo". Ich war dann eingeschnappt und fragte, warum er mich nicht "hallo" sagen würde. Aber wir hatten das ja schon heute morgen gemacht .... und ich gab m Bombe dann n Nesquik. Anne freute sich, dass ich des Zeugs dabei hatte und so saßen wir dann auf der Steinmauer. Judith kam dann her und stand zwischen mir und dem ebenfalls sitzenden Malek. Im Ü-Ei war so ein hässlicher Teufel drin, den ich dann der Nadja schenkte. Wir gingen dann schon vor dem Läuten vorbildlich Richtung Unterrichtsraum, waren motiviert und stellten uns schon mental auf die kommende Stunde ein, denn wir hatten Religion. Als ich grad auf der Suche nach einem Sitzplatz war, rannte Adriana förmlich rein und sagte, dass ich neben sie sitzen darf. Das lass ich mir nicht zwei mal sagen - und die Suche war beendet. Zu meiner Überraschung saßen dann zwei Mädels in der letzten Reihe. Ich fragte dann, wie sie denn heißen, doch irgendwie ging die Antwort von den beiden dann unter, weil meine Mitschüler ja nen guten Spruch auf Lager hatten ... ja ich mach mich gleich an die Mädels ran, blabla - man darf doch mal fragen! Die Stunde war dann wie immer unterhaltsam und lehrreich zugleich, die üblichen Malek-Minderjährigkeits-Witze durften ebenso nicht fehlen, wie die Nasen Attacke vom Benny, die diabolische Lache oder Annes A3 als Beispiel von Luxusgütern. Nach Reli war GGK "angesagt", wo wir dann einen der üblichen, mäßig interessanten Filme anschauten. Diesmal ging's über das Naziregim. Frau Albrecht fragte dann, was da los sei - "Karneval" - meinte Benny. Lukas machte wie immer sehr gut mündlich mit, mit seinem Heft vom letzten Schuljahr als Gedankenstütze. Ich lobe Vivis gelbes T-Shirt, dass ihr wirklich schön stand. Außerdem stellten wir uns die Frage, wo denn der Füller vom Björn sei. Björn, der Mitschüler, der nie kommt. Nach GGK wartete ich dann auf'n Bus. Ich war irgendwie grad in meiner Traumwelt und Jutta lief grad vorbei. Also in echt lief sie vorbei. Und sagte irgendwas. Ich hab's irgendwie nich ganz verstanden und dachte, sie meinte was im Stil von "tschüß lieber Steve" ... und sagte eben entsprechendes zurück. Aber sie hat dann gefragt, was ich hier mache oder so. Keine Ahnung. Ich durfte ja noch kein Sport machen, hatte sogar n Attest. Aber ich hab mich dann am Mittag doch dazu entschieden, mit dem Rennrad reinzufahren und freiwillig am Sportunterricht teilnahm. Vor der Sporthalle angekommen traf ich unter anderem Jutta, die sich fragte, warum denn alle schon reingehen. Und ich blieb dann noch mit ihr n wenig draußen, bei der Patti. In Sport war Herr Döbele sehr verwundert, dass ich da war. Wir spielten Volleyball und unter anderem Janina wollte das Netz aufbauen. Doch das klappte nicht, und Herr Döbele brachte den üblichen Spruch mit den Frauen und Technik. Aber entschuldigen wollte er sich nicht und als Revanche müssen die Jungs in der Stunde drauf das Netz aufbauen. Aber von all dem hat Lukas nichts mitbekommen, denn der war in seinen geliebten Fußball vertieft. Vor der Stunde hat Sapse mein T-Shirt verarscht. In der Halle dann lobten Jutta und Jessi mein T-Shirt, es wäre "so freundlich" - dass ich natürlich gleich der Sapse mitgeteilt hab. Wir machten dann so n blödes Aufwärmspiel, dass ich dank Hinkefuß nicht so gut mitspielen konnte. Danach wurde der Schmetterball geübt, ich machte auch ein paar Fotos. Zum Schluß folgten 8 Minuten laufen, wo ich dann wieder mitmachte. Leider nur mit mäßigem Erfolg, da ich ja nur kleine Schritte machten konnte. Vom Freitag hab' ich leider keine Notizen gemacht. Auf jeden Fall hatten wir noch Englisch, wo ich dann trotz Raumwechsel neben der lieben Raphaela und dem faulen Malek sitzen durfte. Aufgabe war dann, den Aufsatz mit dem Nachbar auszutauschen. Zufälligerweise kannte ich den Aufsatz kannte ich den vom Malek schon. Und dann machten wir ne Talkshow, wo der Vivi die Argumente ausgingen und meine neuen Klamotten als "billig" abstempelte. In der Mathestunde drauf versuchte sie, es wieder gut zu machen. So, dass war die zweite Schulwoche, niedergeschrieben mit zwei Wochen Verspätung. Sprachlich auf nem Niveau, bei dem man meinen könnte, ich wäre erst gegen 1.33 Uhr fertig geworden, was natürlich nicht stimmt. Aber in jeder Lüge steckt ja bekanntlich ein Fünkchen Wahrheit.Veröffentlicht von Stefan am 2007-10-01

Andere Mütter haben auch schöne Söhne