Resignation
Man kann es nicht beschreiben, es lässt einen nicht los. Die unerfüllte Sehensucht, dieser eine Wunsch, den kein Flaschengeist erfüllen kann. Denn es liegt nicht in unserer Hand. Aus Straßencowboys werden einfühlsame Hobbyfloristen. Sogar der Rock-Gitarrist zieht seine softeste Ballade aus der untersten Schublade.
Jeder kennt dieses Gefühl. Die Lyrik schreibt von tausenden Schmetterlingen im Bauch. Doch wer über seine Grenzen schreitet, mehr zu bewegen versucht als jemals zuvor und über seinen Schatten springt, wird feststellen, dass sich dennoch die tausend Schmetterlinge in tausend Stacheln verwandeln können. Stacheln, die mehr Schmerzen wie ein eingeklemmter Finger in der Mausefalle.
Es war die Hoffnung, die uns treibt. Dieses Fünkchen Hoffnung, dass sich immer wieder zu einem Großband ausweitete. Es waren die schönen Augenblicke, aber auch die Tiefpunkte, die uns zusammenschweißten.
Aber es reicht nicht aus, wenn man durch Null dividieren kann. Die besten Fische schwimmen auf dem Grund und meine Angel scheint nicht so weit zu reichen. Die Hoffnung beginnt, im Keim zu ersticken und die Flamme zu erlischen. Man klammert sich an den letzten Strohhalm, der zu reißen droht. Und hat die Erinnerungen vor Augen, wie schön es hätte sein können. Wie schön es gemeinsam wäre.
All die Träume zerplatzen wie eine Seifenblase, die Mühe schien umsonst gewesen zu sein. Es liegt eben nicht in unserer Hand. Es liegt in der Hand, die wir so gerne halten würden.
Veröffentlicht von Stefan am 2008-04-06

Resignation