WG13-Blog Auf nach Konstanz!

Auf nach Konstanz!

Am Samstag, den 08.03.08 war es endlich soweit. Denn da fuhr der Espelage-Deutschkurs (vereinzelte Rheinganskursler hatten sich für Leute untergemischt, die einen Rückzieher gemacht hatten) nach Konstanz zur Theateraufführung von "die Räuber".

Um 17.00 Uhr war für Steve, Tobi Steffi und mich Treffpunkt bei der Vivi, da sie sich erbarmte, zu fahren. Die anderen fuhren mit Judith oder Lukas mit. Als ich nach 10 Minuten nach 17.00 Uhr bei der Vivi ankam, klopfte Steve schon mit breitem Grinsen auf der Backe ans Fenster, die Tür ging auf und man berichtete mir, dass wir noch einen Abstecher in Steves 2. Heimat, dem Kaufland, machen würden. Also gut, alle ins Auto gequetscht (zumindeset die hintere Reihe) - düsten wir los. Fünf Minuten später im Kaufland lief Steve zielstrebig zum Brotregal, während mich die anderen darüber aufklärten, dass der Friseursalon schon lange dort hause.

Nach dem Einkaufen gings auch schon weiter Richtung Konstanz, nachdem wir Vivi versicherten, dass es besser sei, über Ostrach zu fahren statt über Ravensburg. Auf der kurvenreichen Strecke wurde aus Tobi dann "schmotzer Tobi" (kurz: Schmobi), da Steffi die angelaufenen Scheiben verschmierte und Tobi schrie: "It schmotza Schteffi!"

Als wir dann endlich auf der Fähre ankamen, ging es auch schon weiter nach Konstanz. Dort haben wir dann auch gleich das Theater gefunden, was man von Judith und CO nicht sagen kann, da Judiths Navigationssystem "Clemens" (den Berichten von Lukas zufolge) versagte. Als der Trupp um Viertel vor Acht immer noch nicht da war, stegierte sich die Verwunderung bei uns immer mehr, da man von Judith Überpünktlichkeit gewohnt ist. Doch dann kam plötzlich die ganz gestresste Adriana und ließ sich auf ihren Platz in der 2. Reihe plumsen. Der Rest ließ dann auch nicht lange auf sich warten und fünf Minuten später wurde der Saal geschlossen und das Stück ging los.

Der Schwerpunkt der Wulf Twiehaus-Inszenierung lag auf der Gewalt, die er neben den um sich schießendenen Räubern, mit Fernsehern, in denen FIlmen von Jugendgewalttätern zu sehen waren, verdeutlichte.

Das Bühnenbild bestand, außer den rumstehenden Fernsehern aus niederreißbaren Sellwänden, zu erklimmenden Stufen und Sofas. Die Szenen wurden von Musik und Lichteffekten begleitet. Am Ende des Stücks applaudierten alle Zuschauer und Sabrina Guse versuchte die Leute zum Aufstehen zu animieren, jedoch standen am Ende nur 2 Leute: Sabi selbst und Steve! Außerdem fand man fette Fragezeichen in den Gesichtern der Zuschauer, die zu 95% aus Schülern bestanden. Denn die in den Vorderrund gestellte Gewalt ließ die Liebesgeschichte zwischen Karl und Amalia ganz verblassen. Monika Vivell, die Amalia verkörperte, stand bzw. saß daher die meiset Zeit des Theaters auf der Bühne rum und räumte ab und zu mal eine "Leiche" weg oder bewegte sich von der einen Seite der Bühne auf die andere. Die wirkliche Thematik des Stücks kam demnach nicht zum Ausdruck.

Ich persönlich fand das Stück zwar gut, jedoch brachte es nichts zur Auffrischung des Buches und wer das Buch nicht gelesen hat und meinte, mit dem Theaterbesuch dies zu umgehen, hat sich geirrt.

An dieser Stelle ncoh ein dickes Dankeschön an die Vivi, die uns wieder wohlbehalten nach Hause brachte.

Veröffentlicht von Rapha am 2008-04-20

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